"Mein Ziel, zwei Punkte an dem Wochenende zu holen, wurde zwar erreicht" sagt Chef-Trainer Miro Broda, "aber dass es so kommen würde habe ich nicht erwartet. Ich hatte eher Siegchancen in Hilpoltstein gesehen oder auch zwei Unentschieden."
Doch es lief zunächst besser als erwartet: am Samstag abend gab es nach vielen umkämpften Partien einen 6:4-Sieg in Windsbach.
Schon die Doppel gingen beide über die volle Distanz von fünf Sätzen, Laurens Devos und Kas van Oost gewannen den Entscheidungssatz in der Verlängerung, Robin Devos und Mael van Dessel mussten sich nach 2:0-Satzführung doch noch geschlagen geben.
"Erneut haben wir bewiesen, dass wir auf unsere Doppel zählen können, auch wenn es eine Punkteteilung gab" war Miro zufrieden.
Überraschend deutlich konnten dann sowohl Laurens (gegen Schweiger) als auch Robin (gegen Chen) punkten, mit einer 3:1-Führung ging es in die Pause.
Im hinteren Paarkreuz folgte Spannung pur, wieder ging es an beiden Tischen über fünf Sätze. Kas konnte sich nach zwei verlorenen Sätzen doch noch gegen Petr David durchsetzen und Mael lieferte sich mit Abwehrer Jakub Folwarski eine sehenswerte Schlacht, die alle begeisterte. Sein Sieg vergrößerte den Führung auf 5:1 und sicherte mindestens ein Unentschieden.
"Auch wenn ich nur sehr selten jemanden hervorhebe: das Spiel von Mael gegen Folwarski muss ich erwähnen" bricht Miro diesmal mit seinen Prinzipien und lässt seiner Begeisterung freien Lauf: "Nach langer Zeit haben wir mit Mael mal wieder einen echten Spezialisten gegen Abwehr- bzw. Material-Spieler! Ich habe das Spiel sehr genossen: die Dosierung von Tempo, Spin und Platzierung war exakt so, wie ich es mir vorstelle."
Im zweiten Durchgang konnten die Gastgeber aufholen: sowohl Laurens als auch Robin gaben ihre Spiele mit 1:3 ab und auch Kas konnte Jakub Folwarski nur den ersten Satz abnehmen. Beim Gesamtspielstand von 4:5 fiel die Entscheidung über Sieg oder Unentschieden erst im letzten Spiel, welches Mael für scih entscheiden konnte.
Miro war hoch zufrieden: "Dass Mael im Entscheidungsspiel gegen David seine Nerven im Griff behalten konnte, war entscheidend für unseren Sieg. Mael ist endgültig im Team angekommen."
Auch am nächsten Tag in Hilpoltstein gab es zunächst sehr umkämpfte Doppel und erneut eine Punkteteilung nach jeweils fünf Sätzen.
Danach gab es allerdings direkt zwei klare Niederlagen im vorderen Paarkreuz: Robin unterlag Danzer mit 1:3, Laurens konnte überhaupt keinen Satz gewinnen. "Diese ersten beiden Niederlagen im oberen Paarkreuz waren vorentscheidend für unseren Misserfolg" analysiert der Trainer später.
Auch hinten ging diesmal nichts: Mael lieferte sich zwar einen 5-Satz-Kampf mit Alexander Flemming, konnte aber am Ende das Hilpoltsteiner Urgestein nicht schlagen, Kas fand gegen Valenta überhaupt kein Mittel. Die Devos-Brüder leisteten dann heftigen Widerstand und erreichten jeweils 3:2-Siege, aber Kas unterlag Flemming klar zum Endsstand von 6:3.
"Schon wieder ohne Punkte in Hilpoltsteiin, das ist schon frustrierend" ist Miro sichtlich enttäuscht. "Irgendwie ist diese Halle verhext und Flemming scheint für uns in Hilpoltstein unbesiegbar zu sein. Aber irgendwann kommt der Tag, wo wir auch in Hilpoltstein punkten werden, da bin ich mir sicher!"





